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 The story of Sophia Rice

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Sophia Rice
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BeitragThema: The story of Sophia Rice   Mi 8 Okt 2014 - 21:18

01. November 1990
Dear Diary,

Heute ist mein 8. Geburtstag. Eines meiner liebsten Geschenke ist dieses Tagebuch, in das ich jetzt meinen ersten Tagebucheintrag reinschreibe.
Es geht mir echt super. Da ich Geburtstage liebe, besonders meine eigenen, ist meine Stimmung ganz weit oben.
Meine Mom ist schon schlafen gegangen. Es ist immerhin schon 22:00 Uhr. Aber da ich meine Geschenke nutzen möchte UND morgen Samstag ist, dachte ich mir, ich könnte jetzt einfach mal anfangen, Tagebuch zu schreiben.
Wobei ich sagen muss, dass mir meine Mom in letzter Zeit sehr müde vorkommt. Sie wollte eigentlich um 21:00 Uhr ins Bett gehen und das ist verdammt früh! Wieso ist sie so müde?
Vielleicht ist alles zu viel für sie? Immerhin ist sie ja vergleichsweise noch sehr jung – sie ist 25 Jahre alt. Und hat ziemlich viel mit mir tun, sooft, wie ich mich auf magische und unerklärliche Weise äußerlich verändere - kein Scherz, meine Haare wechseln die Farbe, ich kriege plötzlich Flügel, etc. (Was genau mit mir los ist, wissen wir noch nicht). Ihre Eltern haben ihr nicht wirklich viel bei meiner Erziehung geholfen. Nur manchmal, als ich noch sehr klein war.
Da stellt sich natürlich die Frage, ob die nicht so erschöpft wäre, wenn sie nicht allein wäre. Immerhin war Karl, mein Vater, nur ein One-Night-Stand. Meine Mom war betrunken und dann sind die beiden halt etwas weit gegangen.
Meine Mom kannte Karl nicht mal richtig. Es ist ein Wunder, dass sie sich überhaupt noch an den Namen erinnern kann.
Und jetzt ist sie allein. Meine Mom und ich sind zwar ein echt gutes Team, aber trotzdem bin ich ein Kind und sie ist allein.
Wie würde es sein, wenn sie nicht so allein wäre? Wenn Karl hier wäre?
Wir werden es wohl nie wissen.
Doch eines wissen wir. Wir werden immer zusammenhalten. Und das ist gut. Das ist wunderbar.
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Sophia Rice
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BeitragThema: Re: The story of Sophia Rice   Mi 8 Okt 2014 - 21:47

02. November 1990
Dear Diary,

Heute ist meine Geburtstagsfeier. Ich bin so aufgeregt. Meine drei besten Freundinnen werden kommen und dann machen wir eine Übernachtungsparty.
Ich kenne alle drei durchs Tanzen. Wir haben mit Tanzen angefangen, als wir drei Jahre alt waren.
Wir tanzen Contemporary, Lyrical, Jazz, Ballet (& Spitze), Hip Hop und Stepp. Und wir lieben Tanzen über alles!
Meine eine Freundin heißt Brooke. Sie ist 12, also schon viel älter als ich, aber wir sind sozusagen beste Freundinnen. Kayla ist auch hier. Sie ist neun Jahre alt, also nur ein Jahr älter als ich und die achtjährige Mia, Schwester von Brooke, ist auch hier.
Wir vier sind schon ein Team. Wir kennen uns schon viel zu lange und was wir schon alles getan haben, ist total verrückt. Einmal waren wir mit unserer Tanzgruppe in Kalifornien und haben dort unsere Tanzlehrerin in einen Pool geschubst. Wir Mädels waren ja bereits alle nass und fanden, dass sie da auch durchmusste.
Wie auch immer, in einer Stunde sollten meine Mädels kommen und dafür muss ich noch so manches aufbauen. Das wird ein Spaß!
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Sophia Rice
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BeitragThema: Re: The story of Sophia Rice   Do 9 Okt 2014 - 15:10

03. November 1990
Dear Diary,

Gerade sind Brooke, Kayla und Mia wieder nach Hause gefahren. Es ist erst 17:00 Uhr, von daher kann ich noch ein wenig aufbleiben. Morgen ist ja wieder Schule (worauf ich mich natürlich überhaupt nicht freue), und da muss ich ausgeschlafen sein.
Aber die Feier war toll. Wir sind bis Mitternacht wachgeblieben und haben ganz viele Süßigkeiten gegessen. Außerdem haben wir viele verschiedene Spiele gespielt.
Schade, dass die Feier vorbei ist. Na ja, nächstes Jahr gibt’s wieder eine;)
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BeitragThema: Re: The story of Sophia Rice   Do 9 Okt 2014 - 15:58

04. November 1990
Dear Diary,

Meine Mutter war heute beim Arzt. Als sie heute nach Hause gekommen ist, hat sie mir dann die schlimme Neuigkeit erzählt.
Sie hat einen Gehirntumor.
Zuerst wusste ich nicht, was das ist. Aber als sie es mir erklärt hat, wurde ich erstmal total traurig. Also, so richtig traurig. Ich war total geschockt.
Ich bin immernoch geschockt, wobei ich mich bereits etwas erholt habe.
Ich finde das einfach so unfair! Gerade war ich noch so glücklich wegen meiner Geburtstagsfeier und auf einmal hat meine Mutter eine tödliche Krankheit.
Wieso hat gerade sie die Krankheit bekommen? Ich will das nicht! Ich will das einfach nicht!
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BeitragThema: Re: The story of Sophia Rice   Do 9 Okt 2014 - 19:12

06. November 1990
Dear Diary,

Meine Mutter erzählt mir leider nicht sehr viel darüber, wie der Gehirntumor behandelt wird. Wir wissen nur, dass sie morgen ins Krankenhaus kommen und übermorgen operiert werden soll. Mom sagt, dass es danach wieder gut sein wird, dass es ihr dann besser gehen wird. Doch ist das wirklich so? Was wenn nicht? Ich habe irgendwie kein gutes Gefühl.
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BeitragThema: Re: The story of Sophia Rice   Sa 11 Okt 2014 - 10:17

08. November 1990
Dear Diary,

Heute habe ich meine Mom besucht. Ihr geht es jetzt gut, die OP ist gut verlaufen. Sie soll jetzt noch vier Wochen im Krankenhaus bleiben. Dann kann sie wieder nach Hause. Ich freu mich schon so darauf. Ich vermisse Mom so sehr.
Für mich ist es momentan eher langweilig, da meine Oma da ist. Ich verstehe mich zwar gut mit ihr, aber manchmal kann sie einem echt auf die Nerven gehen. Wie das Großmütter halt so tun.
Aber egal. Wenn Mom zurück ist, dann backe ich zur Feier einen Kuchen.
Ich hoffe, dass sie wirklich in einem Monat wieder zurückkommt. Um ehrlich zu sein, hoffe ich, dass sie sogar noch eher zurückkommt. Aber das wird wohl kaum passieren…
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BeitragThema: Re: The story of Sophia Rice   Sa 11 Okt 2014 - 11:32

09. November 1990
[center]Dear Diary,

Heute haben wir ein Fotoshooting vom Tanzstudio aus gemacht. Unsere Tanzlehrerin macht jedes Jahr so ein Fotoshoot und jedes Jahr kommen richtig tolle Bilder raus. Auch dieses Jahr sind die Bilder wieder toll. Ich werde sie morgen meiner Mutter zeigen. Morgen besuchen wir sie nämlich wieder. Mal sehen, wie sie die Bilder findet…


Zuletzt von Sophia Rice am So 4 Okt 2015 - 22:46 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: The story of Sophia Rice   Sa 11 Okt 2014 - 11:47

10. November 1990
Dear Diary,

Heute waren wir wieder bei Mom. Ihr geht es jetzt wieder schlechter, ihr tut alles weh. Aber sie war sehr stolz auf mich, als ich ihr die Fotos gezeigt habe. Ich hoffe, dass ich sie weiterhin stolz machen kann. Ich liebe meine Mom. Ich freu mich schon darauf, wenn es ihr besser geht und sie wieder zu mir kommen kann.
Meine Freunde finden alle, dass ich mich verändert habe. Seitdem meine Mom ins Krankenhaus gekommen ist, bin ich anscheinend ruhiger geworden und ich habe weniger gelächelt als sonst.
Normalerweise war ich halt immer ein total fröhliches Mädchen. Aber jetzt bin ich halt sehr traurig. Ich vermisse meine Mom, der kürzlich ein Gehirntumor rausoperiert wurde… Wer verändert sich da nicht?
Aber bald werde ich wieder die alte sein. Sobald meine Mom aus dem Krankenhaus raus ist.
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BeitragThema: Re: The story of Sophia Rice   Sa 11 Okt 2014 - 13:44

11. November 1990 (morgens)
Dear Diary,

Ein neuer Tag, an dem ich in die Schule gehen muss und meine Mom im Krankenhaus ist. Ihr geht es immernoch nicht besser. Wir telefonieren jeden Tag. Ich vermisse sie so sehr. Ich finde, sie sollte endlich zurückkommen! Aber es ist noch nicht mal die Hälfte der Zeit, wo sie im Krankhaus sein muss, um.
Heute nach der Schule gehe ich wieder zum Tanzunterricht. Letzte Woche habe ich Tanzen relativ vernachlässigt. Aber in zwei Wochen werde ich einen Auftritt haben, und da möchte ich gut sein. Ich will gewinnen. Für Mom.
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BeitragThema: Re: The story of Sophia Rice   Sa 11 Okt 2014 - 14:00

11. November 1990 (abends)
Dear Diary,

Tanzen war heute klasse. Die Lehrerin fand, dass wir uns alle verbessert haben. Ich habe heute nicht nur fünf Pirouetten, sondern sechs hinbekommen. Ich bin so glücklich. Ich habe auch schon mit Mom telefoniert und ihr das gesagt. Sie ist super glücklich und das mit mir zusammen. Ich wünschte, sie wär hier. Und bald wird sie es auch sein. Bald.
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BeitragThema: Re: The story of Sophia Rice   Sa 11 Okt 2014 - 14:06

13. November 1990
Dear Diary,

Mom geht es jetzt besser. Ihr tut jetzt nicht mehr alles weh, so wie es gestern noch war. Aber sie ist immernoch nicht da. Das ist blöd, sie soll wieder da sein. Heute habe ich sie besucht, aber ich will sie nicht mehr besuchen müssen. Sie soll zurück, sie soll hierher. Wo ich sie immer sehen kann. Sie soll nach Hause.
Ich vermisse sie.
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BeitragThema: Re: The story of Sophia Rice   Sa 18 Okt 2014 - 16:41

22. November 1990
Dear Diary,

Morgen werde ich zu einem Auftritt gehen, zusammen mit meiner Tanzgruppe. Wir werden einen wunderschönen Tanz tanzen, wo ich sehr oft in der Mitte stehe. Der Tanz ist ein Contemporary-Tanz. Ich liebe es, Contemporary zu tanzen, von daher bin ich sehr glücklich.
Außerdem werde ich ein Solo tanzen. Es ist eher traurig und genauso wie der Gruppentanz ein Contemporary-Tanz.
Meine Mom darf für den Tanz aus dem Krankenhaus, was sie eigentlich nicht darf. Besonders deswegen bin ich super glücklich. Sie wird da sein und mich sehen. Ich hoffe, dass wir gewinnen. Ich möchte unbedingt für sie gewinnen.
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BeitragThema: Re: The story of Sophia Rice   Sa 18 Okt 2014 - 17:00

23. November 1990
Dear Diary,

Heute war der erste Tag des Tanzwettbewerbs. Ich hab mein Solo bereits getanzt und dafür den 1. Platz gewonnen. Ich freu mich so. Meine Mutter ist auch glücklich darüber.
Aber jetzt bin ich nur noch nervöser wegen dem Gruppentanz morgen. Da muss ich richtig gut sein, weil der Gruppentanz wichtig ist. Super wichtig. Ich möchte unbedingt, dass wir gewinnen.
Ich liebe tanzen, von daher habe ich natürlich super viel Spaß. Aber ich möchte Mom zeigen, dass ich auch in der Gruppe gewinnen kann.
Ich freu mich schon auf morgen!
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BeitragThema: Re: The story of Sophia Rice   Sa 18 Okt 2014 - 17:46

24. November 1990
Dear Diary,

Ich bin so glücklich! Meine Gruppe hat den ersten Platz platziert. Der Tanz lief super.
Er war über Kinder, die von zu Hause weglaufen und dann sterben. Der Tanz war sehr emotional und möglicherweise sehr gewagt. Aber er hat die Herzen anderer Menschen berührt und ich denke, dass er einfach nur super war.
Meine Mutter hat den Tanz geliebt.

Allerdings konnte sie nach der Preisverleihung ihren Arm plötzlich nicht mehr bewegen. Ich war total geschockt und verwirrt. Ich bin es immernoch, da ich Mom schon länger nicht mehr gesprochen habe.
Ich möchte unbedingt wissen, was los ist. Wieso konnte sie ihren Arm nicht mehr bewegen? Ich möchte Mom wiedersehen und ich möchte wissen, was los ist!
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BeitragThema: Re: The story of Sophia Rice   Sa 18 Okt 2014 - 17:57

25. November 1990
Dear Diary,

Der Tag heute war scheiße! Mehr kann man dazu nicht sagen! Es war scheiße!
Es fing schon in der Schule an: Ich habe die Klassenarbeit wiederbekommen – Sie wurde mit einem E benotet! Total mies.

Als ich dann nach Hause gekommen bin, hat mir meine Omi gesagt, dass meine Mom  immernoch Gehirntumor hat – und er unheilbar ist.
Ich war geschockt.
Ich bin es immernoch.
Ich möchte das nicht. Auf keinen Fall! Ich möchte Mom zurück! Ich möchte, dass alles wieder so ist, wie früher!
Es kann doch nicht sein, dass sie sterben wird! Nein! Auf keinen Fall!
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BeitragThema: Re: The story of Sophia Rice   Sa 18 Okt 2014 - 18:13

04. März 1991
Dear Diary,

Ich habe schon lange kein Tagebuch mehr geschrieben, aus dem einfachen Grund, weil ich kein Tagebuch mehr schreiben wollte. Es war zu deprimierend für mich.
Ich bin momentan im Flugzeug, auf dem Weg zu meinen Großeltern, und schreibe jetzt diesen Tagebucheintrag.

Vorgestern ist Mom gestorben. Jetzt bin ich einfach nur noch traurig. Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. Ich möchte nicht mehr. Ohne meine Mom fühle ich mich einfach nur noch traurig und einsam. Ich möchte nicht ohne meine Mom leben.
Ich bin einfach zu traurig dafür. Ich will nicht mehr. Ich will gar nichts mehr tun. Ich will nicht!
Ich fühle mich auch einfach so blöd.
Vielleicht wäre das alles nicht passiert, wenn Mom nicht zu meinem Auftritt gekommen wäre. Wenn sie im Krankenhaus geblieben wäre. Was wäre dann passiert? Dann hätte sie vielleicht überleben können.

Aber sie ist gestorben. Und ich bin jetzt auf dem Weg nach London zu meinen Großeltern.
Ich möchte nicht zu meinen Großeltern. Ohne meine Mutter kann ich nicht leben.
Ich war so schon immer total blöd. Und ohne meine Mom… Wer bin ich da?
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BeitragThema: Re: The story of Sophia Rice   Sa 18 Okt 2014 - 18:28

05. Oktober 1991
Dear Diary,

Die letzten paar Monate waren sehr schwer für mich. Ich war sehr deprimiert und ängstlich. Ich konnte nicht tanzen gehen oder zur Schule gehen. Ich war nur in meinem Bett unter meiner Decke und habe geweint oder geschlafen.
Erst heute habe ich Kontakt mit meiner besten Freundin Brooke aufgenommen. Ich habe mit ihr geredet und sie hat mich aufgebaut. Das zweite, was ich jetzt gerade tue, ist Tagebuch schreiben. Wenn ich mit dem Tagebucheintrag fertig bin, werde ich nach unten gehen, zu meinen Großeltern. Ich werde was essen. Ich werde wieder mit meinen Großeltern reden und irgendwie versuchen, weiterzuleben.
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BeitragThema: Re: The story of Sophia Rice   Sa 1 Nov 2014 - 21:06

05. Oktober 1991 (abends)
Dear Diary,

Der Tag war schlimm. Ich musste leben, normal weitermachen, trotz dem Tod meiner Mutter. Ich kann es immernoch nicht glauben, dass sie tot ist. Wieso ist das passiert? Wie konnte das passieren?
Und jetzt muss ich weitermachen. Ich muss ohne sie weitermachen, und das möchte ich nicht. Ich möchte nicht bei meinen Großeltern wohnen, die mich nicht so behandeln, wie meine Mutter es kann. Meine Großeltern sind streng und anstrengend und ich will einfach nicht bei ihnen wohnen.
Wo soll das alles hinführen?

Mal ehrlich, ich bin doch erst 8 Jahre alt! Wie kann ich ohne meine Mutter weiterleben? Das ist doch unmöglich!
Aber ich muss das tun! Ich muss leben! Ich muss weitermachen! Wenn meine Mutter hier wäre, würde sie wollen, dass ich weitermache! Sie würde mich dazu ermutigen. Und ich muss das tun, das bin ich ihr schuldig!

Kurz bevor ich vorhin nach unten gegangen bin, zu meinen Großeltern, da habe ich mir ein Armband mitgenommen. Es besteht aus einem schwarzen Band, an diesem Band ist ein silberner Anhänger in der Form eines Herzens. Meine Mutter hat mir dieses gegeben, als ich sechs Jahre alt war. Sie hat mir gesagt, dass sie sich für dieses Armband wegen dem Herz entschieden hat, dieses Herz solle ihre Liebe für mich symbolisieren.
Allerdings ist das nicht das, was ich an diesem Armband so gerne mag. Das Armband ist so wichtig für mich, weil es mir gegeben wurde, noch bevor wir irgendwas davon erfahren durften, dass meine Mutter Gehirntumor hat. Besser gesagt, damals hatte sie noch gar keinen Gehirntumor! Das waren noch tolle Zeiten. Da waren wir eine Familie, eine glückliches Zweier-team. Sie war meine beste Freundin, abgesehen von Brooke natürlich.

Ich will diese Zeit zurück. Die Zeit, in der ich beinahe jeden Tag getanzt habe, wo ich viele Freunde hatte, wo ich noch in New Orleans gelebt hatte, wo ich noch eine Mutter hatte.

Nee, aber mal ganz ehrlich: Ich will nicht mal in London wohnen! New Orleans hat mir viel mehr gefallen! Da ist es viel lustiger, und vorallem sind da nicht so viele Leute mit diesem britishen Akzent! Ich meine, gut, wir sind hier in England, also automatisch in Groß Britannien, und es ist klar, dass die hier British English sprechen. Aber unser Englisch hört sich viel besser an, meiner Meinung nach!
Na ja, ich werde mich nicht so sehr darüber aufregen. Das ist mein erster Tag zurück, da will ich nicht sofort überreagieren…

Also, ich habe ja vorhin mit Christi und Kurt gesprochen. Sie haben mir gesagt, dass sie mich unterstützen werden, so gut es geht… Wer’s glaubt. Ich bin sonst ja nie pessimistisch, aber bei den beiden… egal!
Als ich ihnen gesagt habe, dass ich Montag wieder zur Schule gehen will, hatten sie nichts dagegen. Eigentlich wäre ich morgen gerne schon wieder zur Schule gegangen, aber da da erst Sonntag ist, ist es etwas schwer, da zur Schule zu gehen.
Außerdem habe ich gesagt, dass ich wieder tanzen möchte. Meine Großeltern haben gesagt, dass sie sich umgucken werden, nach einer neuen Tanzschule. Da ich aber nicht glaube, dass sie eine gute finden, werde ich selber noch ein wenig recherchieren. Sonst stecken die mich nachher in ne Standart-Tanz-Schule, wo man nicht meine Lieblingstanzart Contemporary tanzen kann. Obwohl, die werden mich wohl eher in eine Ballet-Tanzschule stecken. Christi ist ja eine Ballettänzerin und verdammt nochmal eine Perfektionistin. Das habe ich übrigens von ihr geerbt! Ich bin auch eine Perfektionistin, aber sie ist es noch viel mehr. Vor allem ist sie streng. Sie trägt ihre Haare außerdem nie offen! Immer als Dutt, das ist doch blöd!
Und dann auch noch immer Ballet? Von allen Tanzarten mag ich Ballet am wenigsten! Dieses ewige ordentliche, wo man nicht mal irgendwas selber machen kann, es ist immer alles vorgegeben, und ach… einfach nichts für mich… Aber ich tanze natürlich trotzdem Ballet! Es ist ja die Grundlage für alle Tanzarten.

Na ja, das schlimmste ist: so gute Choreografien werden das bestimmt nicht, weder Ballet noch Standart noch Contemporary. Meine Tanzlehrerin ist die Beste – meiner Meinung nach! Da würde ich am liebsten wieder hin, aber jetzt suchen meine Großeltern ja nach ner Tanzschule.
Aber ich vertraue ihnen nicht, was das angeht. Ich vertrau denen sowieso nicht. Vielleicht sollte ich sie etwas nerven? Oder in Schwierigkeiten bringen? Mit meinen „speziellen Fähigkeiten“ wäre das bestimmt kein Problem… Ich bin zwar normalerweise niemand, der viel nervt, aber Kurt und Christi nerve ich gerne! Die haben es nicht besser verdient, so wie die sind!
Aber ich denke, wenn ich mir in meiner neuen Schule Freunde machen kann, dann werde ich sowieso meist mit denen was machen! Dann muss ich ja nicht hier zu Hause hocken, bei meinen Großeltern! Nein, da werde ich Spaß haben! Das habe ich mir fest vorgenommen und das werde ich machen, aber so was von!

Aber ich werde auf jeden Fall Kontakt mit Brooke halten! Und auch mit Mia und Kayla! In den Ferien werde ich mich mit ihnen treffen. Ich hoffe, dass sie mich dann noch mögen… Ich meine, im Prinzip bin ich einfach aus dem Tanzkurs ausgetreten und der Tanzverein musste ohne mich weitermachen, und die Stellen, wo ich getanzt hatte, neu ausfüllen!
Außerdem haben wir uns schon so lange nicht mehr gesehen, was, wenn die sich so sehr anders entwickelt haben, als ich? Und vorallem: Was, wenn sie mich total vergessen haben? Was, wenn sie zu so einer Dreier-Clique geworden sind, dass sie mich überhaupt nicht mehr wollen?

Ach, daran darf ich nicht gehen! Ich darf mir jetzt nicht die Stimmung vermiesen, ich bin gerade erst zurück und aller Anfang ist schwer! Und es ist doch mehr als klar, dass ich jetzt ziemlich viele Probleme haben werde.
Ich meine, ich habe nichts! Ich musste mein Leben in New Orleans verlassen, da ich nach London umziehen musste und ich hab mein gesamtes altes Leben in New Orleans gelassen! Meine Freunde, meine Schule, mein Tanzen. Okay, die Leiche meiner Mutter ist hier. Bei der Beerdigung war ich leider nicht, da ich mich ja in meinem Zimmer eingeschlossen hatte. Aber trotzdem, meine Mutter ist hier begraben, da sie hier geboren wurde, und wir alle hier sind.

Ja, meine Mutter wurde in London geboren! Sie ist noch vor meiner Geburt umgezogen, nach New Orleans. Deswegen habe ich einen anderen Akzent gelernt, als meine Mutter. Sie ist ja woanders aufgewachsen!
Und Montag werde ich eben diesen Akzent immer hören – von Schülern und von Lehrern. Na, das kann ja was werden…

Ich frage mich, wie ich mich Montag zurechtfinden werde… Immerhin ist das hier ein total anderes Land – Himmel, das ist ein anderer Kontinent! Die haben doch bestimmt eine andere Reihenfolge an Unterrichtsstoff, oder? Da muss ich mich dann irgendwie durchfinden. Möglicherweise etwas mehr lernen als sonst, ich denke, das wird schon…

Ja, ne! Immer schön optimistisch an die Sache rangehen! Ich war pessimistisch für… Wie lange? Damit muss ich jetzt aufhören! Auf jeden Fall!
Und gleich morgen werde ich damit anfangen! Morgen wird alles besser. Ich werde ein bisschen rausgehen, die Sonne genießen und so – na ja, so viel Sonne, wie hier eben so ist. Hier ist das Wetter irgendwie ein wenig anders, als bei uns in New Orleans… Aber daran werde ich mich schon gewöhnen. Gleich morgen werde ich mich an das Wetter hier anpassen. Ich werde mich ein bisschen umgucken, immerhin wird das hier mein zukünftiges zu Hause werden. Da muss ich mich auskennen!
Ja, das wird irgendwie! Alles wird gut werden. Alles.
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BeitragThema: Re: The story of Sophia Rice   So 14 Dez 2014 - 1:26

06. Oktober 1991
Dear Diary,

Es ist nun Sonntag. Morgen ist Montag. Morgen wird mein erster Tag auf meiner neuen Schule sein. Auf einer Schule in London. Ich hätte niemals gedacht, dass ich mal in London auf eine Schule gehen würde. Ich war New Orleans immer treu gewesen. New Orleans hatte ich schon immer geliebt. Und selbst wenn ich irgendwann nicht mehr in New Orleans auf die Schule gegangen wäre, dann sicherlich irgendwo anders in Amerika. Aber niemals in London.

Auch der Dialekt hier ist komisch. Ich kann ihn nicht sprechen, dadurch würde ich am ersten Tag doch sicherlich auffallen, oder? Ich will aber nicht auffallen. Normalerweise will ich immer auffallen, doch momentan will ich einfach nur ein normales Mädchen sein, mit einem normalen Leben. Ich will ein richtiges Leben. Ich will Ruhe. Auf keinen Fall will ich nun Stress. Ich hoffe echt, dass die anderen Schüler keinen Stress machen würden. Ich meine, na klar, in Amerika war ich immer beliebt gewesen. Doch wie würde es hier sein? Hier waren die Personen ganz anders. Ich hatte es heute gesehen. Ich war heute draußen gewesen. Habe mich hier mal etwas umgesehen. Und die Leute hier sind komplett anders als in Amerika.

Nun habe ich etwas Angst. Das hatte ich normalerweise nicht so sehr. Doch heute, ja, heute habe ich Angst. Und erst morgen werde ich von dieser Angst erlöst werden. Erst morgen fängt die Schule an. Werden sie mich akzeptieren? Bitte! Das ist mein Wunsch. Doch ich werde mich ganz sicher nicht ändern. Falls ich ihnen nicht ins Bild passte, dann mussten die sich damit abfinden. Noch habe ich ja Kontakt zu meinen Mädels aus New Orleans. Das sind meine Freunde. Wie das mit den Leuten hier laufen würde, da hatte ich keine Ahnung. Doch egal wie es ausgehen wird: Ich habe meine Freunde. Und zwar gute, auf die ich mich verlassen kann. Das weiß ich. Das werde ich immer wissen.
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